|
Für jede Bestellung spendet Tennis-Point 1 EURO an das Hilfswerk MISEREOR
(Aachen/ Oelde 20.01.2010) Ausgelöst durch die schrecklichen Bilder aus Haiti hat die Firma Tennis-Point, ein auf Tennisartikel spezialisierter Onlineshop, sich spontan entschlossen, den Opfern des Erdbebens in Haiti zu helfen. Ab Montag spendet Tennis-Point eine Woche lang für jede Online-Bestellung unter www.tennis-point.de 1 EURO an das Hilfswerk MISEREOR.
"Uns ist wichtig, die Spenden über ein erfahrenes Hilfswerk wie MISEREOR weiterzuleiten, das bereits seit vielen Jahren mehr als 40 Partnern in Haiti hat. So wissen wir, dass die Hilfe auch wirklich ankommt und das Geld gezielt eingesetzt wird" sagt Geschäftsführer Philipp Tippkemper.
"Wir erreichen jeden Tag viele Tausend Menschen und jeder kann helfen. Ein Großteil der Haitianer lebt von weniger als einem Euro am Tag. Da kann man sich schnell ausrechnen, dass jeder Euro das Leid der vieler Menschen lindert. Wir hoffen, dass aus vielen einzelnen Euros ein beträchtlicher Spendenbetrag zustande kommt" ergänzt Maik Langenberg, ebenfalls Geschäftsführer von Tennis-Point.
"Wir sind bei MISEREOR dankbar, über die spontane Hilfsbereitschaft so vieler Menschen in Deutschland." sagt Andreas Lohmann, Abteilungsleiter "Partnerschaften und Spenderkontakte". "Insbesondere freut uns, dass Firmen wie Tennis-Point sich jetzt so stark engagieren und ihre internationale soziale Verantwortung deutlich machen. Die Idee von Tennis-Point gefällt mir sehr gut. Wir würden uns wünschen, dass viele weitere Onlineshops diesem Beispiel folgen werden um Spenden zu generieren".
MISEREOR hat seinen lokalen Partnerorganisationen eine Soforthilfe in Höhe von 300.000 Euro zugesagt. Der Transport von Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medikamenten, Hygiene-Kits und provisorischen Wohnunterkünften durch die dominikanischen Organisationen "Ciudad Alternativa" und "Centro Bono" läuft über den Landweg nach Haiti. Mittlerweile sind Mitarbeiter von MISEREOR, darunter ein Experte für erdbebensicheres Bauen, in Santo Domingo eingetroffen und bereits auf dem Weg nach Haiti, um die weiteren Maßnahmen zu planen.
Gemeinsam mit dem Zentrum für angepasste Technologie "Ateliers Ecole Camp Perrin" werden zurzeit Werkzeuge aufgekauft und an 100 Gruppen zu je zwölf Personen verteilt. Mit Hämmern, Meißeln, Schaufeln und Schubkarren ausgestattet, beteiligen sich die haitianischen Gruppen an den dringend gebotenen Bergungsarbeiten von Verschütteten, am Beerdigen der Toten und am Wegräumen der Schuttberge. "Das Entscheidende ist jetzt, die Bevölkerung in die Hilfe mit einzubinden." erläutert MISEREOR-Länderreferent Heinz Oelers. "Wegen der fehlenden Unterstützung durch den Staat schon vor der Katastrophe sind es die Haitianer ohnehin gewohnt, selbst aktiv zu werden. Laut Rückmeldung unserer Partner in Port-au-Prince funktioniert das Prinzip der Selbsthilfe deshalb in der jetzigen Situation gut."
MISEREOR unterstützt seit über 20 Jahren mehr als 30 verschiedene Partnerorganisationen in Haiti. Dazu kommen langjährige Partner in der Dominikanischen Republik und die Vernetzung mit Organisationen in Guadeloupe. Dieses Partnernetz bewährt sich in der aktuellen Krise.
MISEREOR fördert in Haiti im ländlichen Raum Projekte in den Bereichen Ernährungssicherung und Landwirtschaft. In Port-au-Prince unterstützt das Hilfswerk zwei Straßenkinderprojekte, ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche sowie ein umfangreiches Rechtsberatungsprogramm. Insgesamt laufen in Haiti über 54 Projekte in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Die Projekte werden von einem Berater unterstützt.
Aktuelle Haiti-Infos jeweils unter www.misereor.de
eingestellt von Grit Blüthmann, 25. Januar 2010
|