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Tennis - Zukunft aktiv gestalten! |
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Tennis - Zukunft aktiv gestalten! |
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Es war das passende Schlusswort, das NDR-Moderator Peter Berg hinter den zweitägigen DTB-Kongress "Tennis - Zukunft aktiv gestalten!" in Hannover setzte. "Wenn alle an einem Strang ziehen, Visionen haben und diese auch umsetzen, wird es am Ende wieder heißen "Spiel, Satz und Sieg: Tennis", sagte Berg nach der thematisch hoch interessanten Podiumsdiskussion mit dem Titel "Wohin geht die Reise?".
Erstmals fand der DTB-Kongress, durchgeführt in Kooperation des DTB mit dem Niedersächsischen Tennisverband, mit zwei Themenschwerpunkten statt, gekoppelt wurden Schultennis und Breitensport. "Durch diese Maßnahme versuchen wir, Synergien zu bündeln, denn sowohl das Schultennis als auch der Breitensport sind gleichermaßen die Basis und die Zukunft der Tennislandschaft", erklärte DTB-Vizepräsident Peter Gorka, dem durchaus bewusst war, dass sich die Themenauswahl durch den doppelten Fokus schwierig gestaltete, da verschiedene Interessen und Erwartungshaltungen der rund 100 Teilnehmer erfüllt werden mussten.

Und so wurde tatsächlich ein großer Bogen geschlagen von der aktuellen Situation der Sportvereine in Deutschland durch Veronika Rücker, die unter anderem nachhaltig auf das Problem der demografischen Entwicklung, auf die immer älter werdende Gesellschaft, hinwies. Dazu gab es zum Auftakt Einblicke in die verschiedenen Kooperationsmöglichkeiten und bestehenden Kooperationen zwischen Schule - Verein und Kindergarten - Verein.
Prof. Dr. Albrecht Hummel von der TU Chemnitz verwies auf die nötige Neuorientierung des Schul- und Vereinssports durch die immer stärkere Entwicklung zur Ganztagsschule und die inzwischen verstärkte motorische Ausbildung im Elementarbereich, die von Liesel Westermann-Krieg vom Kultusministerium Niedersachsen dargestellt wurde. Mit dem aus drei Modulen bestehenden Projekt "Bewegter Kindergarten" werden bereits im vorschulischen Bereich kindgerechte Sport- und Bewegungsangebote ein- oder zweimal wöchentlich in Zusammenarbeit mit Sportvereinen angeboten und gefördert - darunter natürlich auch Tennis.
Prof. Dr. Hartmut Gabler von der Universität Tübingen rief den Teilnehmern ins Gedächtnis, wann genau der Tennis-Aufschwung seinen Anfang nahm und abzuflauen begann. Für ihn sind die Themen Leitbilder und Golfboom nicht die ausschlagenden Gründe für den Mitgliederrückgang. Eine These, die DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard in der abschließenden Podiumsdiskussion in Frage stellte. "Heute versuchen die jungen Spieler einen Federer und einen Nadal nachzuahmen, es würde den deutschen Nachwuchs durchaus motivieren, einen Megastar im eigenen Land zu haben", erklärte er. Nicht von der Hand zu weisen sei schließlich die Tatsache, dass Tennis genau in der Schweiz und in Spanien den stärksten Zulauf hätte. "Wir haben starke Spielerinnen und Spiele, was uns im Moment fehlt, ist das Ausnahmetalent."
Bei der Podiumsdiskussion, an der neben Eberhard auch DTB-Vizpräsident Peter Gorka, NTV-Präsident Gottfried Schumann, Carsten Eberhardt von Head Germany, Thomas Kosinski vom Tennis Magazin und Prof. Dr. Hartmut Gabler teilnahmen, wurde zudem heraus gestellt, dass es die Basis, die Vereine und der Breitensport seien, die den Leistungs- und Breitensport erst möglich machen.

"Und genau die Vereine wollen wir mit unseren Programmen, wie ,Play and Stay', wie ,Deutschland spielt Tennis!' und auch ,Cardio Tennis' stärken", verdeutlichte Gorka. Im Moment werde daran gearbeitet, dass die Basis all diese Aktionen auch erfährt und vor allem übernimmt, "denn mit der Resonanz können wir nicht zufrieden sein", so Gorka. Natürlich können nicht alle Vereine an die Hand genommen werden, aber vier Elemente würden seitens des DTB weiterhin verstärkt werden: Das Ehrenamt soll unterstützt und gefördert werden, ebenso wie die Kooperationen Kita - Verein, die Aus- und Fortbildungen der Trainer, die sich mehr und mehr zum Kommunikator innerhalb des Vereins werden muss, sowie der Leistungs- und Breitensport in gleichem Maße.
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