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Tennis macht Schule

 

Während in den angelsächsischen Ländern das Spiel mit der Filzkugel schon immer traditionell zum Schulsport gehört, fand Tennis in Deutschland erst in den siebziger Jahren im Rahmen einer allgemeinen Curriculumrevision seinen Weg in den Stundenplan des Schulsports.

Zeitgleich richtete damals auch der Deutsche Tennis Bund unter seinem Präsidenten Fritz Kütemeyer ein spezielles Referat Schultennis ein. Im Laufe der siebziger und achtziger Jahre wurden mit Unterstützung des sportwissenschaftlichen Beirats entsprechende Methodikkonzepte durch die Kommission Schultennis erstellt. Im Kontext von Großgruppenunterricht spielten dabei speziell entwickelte Schaumstoff- und Softtennisbälle neben Holzbrettern und Kurzschlägern eine wichtige Rolle.

Heutzutage ist die Sportart Tennis in allen Lehrplänen der Bundesländer verankert und findet meist im Rahmen der Rückschlagspiele ihre konkrete Umsetzung. Ergebnisse der DSB-Sprintstudie zum Schulsport in Deutschland belegen, dass Tennis im "Schüler-Wunschkonzert" der Sportarten zwar einen vorderen Platz belegen kann, die praktische Umsetzung dagegen erscheint erheblich schwieriger.

Aktuelle Ergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Hartmut Gabler - anlässlich des 10. DTB-Schul-tennis-Meetings im Oktober 2006 in Stuttgart vorgestellt - stellen die nachfolgenden heutigen pädagogischen Anforderungen und Prinzipien in einen tennisspezifischen Bezug, der sich in fünf Teilaspekten widerspiegelt.

Demnach sollte  ein zeitgemäßer und verantwortungsbewusster Schulsport heutzutage:

die körperliche Verfassung verbessern
Tennisspezifische Bewegungsmuster des Schlagens, Werfens und Laufens sind auch unter vereinfachten schulspezifischen Bedingungen geeignet, positive Reize zu setzen.

soziale Erfahrungen und Kompetenzen ermöglichen 
Lernpartnerorientierte Aufgabenstellungen, aber auch die Doppelsituation schon im Kleinfeld-Match vermitteln in hohem Maße elementare soziale Erfahrungen und Kompetenzen.

in vertretbarem Maße den Interessen der Schüler entsprechen
Nicht nur in der 2006 vorgestellten DSB-Sprintstudie gehört Tennis in der Beliebtheitsskala der Schulsportdisziplinen bei Jungen wie bei Mädchen Mädchen zu den Wunschsportarten.

zum außerschulischen Sporttreiben anregen und befähigen
Die Freitzeitrelevanz von Tennis ist nach wie vor unbestritten. Freie Angebotsformen wie "Streettennis" oder "New Tennis" werden von vielfältigen Vereinsangeboten ergänzt, die darüber hinaus z.B. auch im Urlaub praktiziert werden können.

vielfältige Sport- und Bewegungserfahrung vermitteln
Gerade die kinderspezifischen Angebotsformen von Low-T-Ball und Kleinfeldtennis mit ihren sportartspeziellen Materialerleichterungen (Kurzschläger und Softtennisbälle) sind hervorragend geeignet, auch Tenniseinsteigern erste erfolgsorientierte Eindrücke dieser Sportart zu vermitteln.

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